Hofkollektiv Waldviertler Eden

Nachforschungen haben ergeben, dass der Bauernhof seit dem Jahr 1648 von unserer Familie in Guttenbrunn bewirtschaftet wird.

Seit 1995 sind wir ein anerkannter, zertifizierter, biologischer Bauernhof.

Der Gedanke der Nachhaltigkeit und des ökologischen Landbaus wurde bereits in die 3. Generation geführt.

Seit 17. November 2015 wird dieser Gedanke in Form eines Hofkollektivs weiter verfolgt und ausgebaut.

 

Am 14. April 2016 haben wir das Abenteuer gewagt und den ersten Folientunnel auf unserem Bauernhof errichtet. Seit Generationen wird Gemüse auf unseren Ackerflächen angebaut, doch nach reichlicher Überlegung wollten wir mehr. Mehr Gemüse, mehr Vielfalt und vor allem mehr von gesundem Gemüse, nicht nur mehr für uns, sondern auch für viele andere Gemüse- und Vielfaltsliebhaber.

 

..bereits ein Jahr nach der Errichtung des Folientunnels wurde uns der Platz für unser vielfältiges Gemüseangebot zu klein. Mittlerweile dürfen mehr als 150 verschiebene Paradeiser Sorten, 15 verschiedene Gurkensorten, 15 verschiedene Paprikasorten und 2 verschiedene Physalissorten in unserem Tunnel ihre Früchte tragen und den Esstisch unserer bereits treuen Kunden bereichern.

 

Als wir die Planung für die Hochbeete begannen, trafen 3  (..oder doch 6) Welten aufeinander. Die Welt der Köche und Küchenkräuter Spezialisten, die Welt der Pflanzenexperten und Vielfaltsliebhaber und die Welt der Konstrukteure und Umweltschützer. So musste in diesen Hochbeeten viel Platz für Küchenkräuter und diverse Raritäten Kräuter sein und dafür ein möglichst naturnaher Baustoff verwendet werden und "schon" war der Plan für die Steinhochbeete erstellt. - Die Diskussionen zwischen diesen Fachbereichsexperten waren durchaus nicht einfach, dafür aber überaus spannend und auch witzig. :-)

1. Jänner 2018

Im Jahr 1985 verlies das letzte Rind den Hof unserer Großeltern Johann und Maria. Auch damals war es das Waldviertler Blondvieh, das unsere Großeltern unter anderem bei der Ackerbewirtschaftung half.

 

33 Jahre später knüpfte man an die alte Tradition an und begann am 1.1.2018 mit einer Mutterkuhhaltung - mit dem Waldviertler Blondvieh.

Allgemeines zum Waldviertler Blondvieh:

Das Waldviertler Blondvieh ist eine alte, bodenständige Landrasse und wird bereits seit der Besiedlung des Waldviertels in dieser Region gezüchtet.

Die Rasse ist genügsam, wetterhart und dadurch bestens an Waldviertler Bedingungen angepasst. Das Waldviertler Blondvieh war eine beliebte Spezialität in den Kreisen der höheren Gesellschaft, im Speziellen am Hofe für Kaiser-Franz-Josef durfte für den Tafelspitz nur das Fleisch des Waldviertler Blondvieh-Ochsen verwendet werden. Auch Arbeiterfamilien hielten sich Mitte des 20. Jahrhunderts Waldviertler Blondviehrinder, um einerseits die Milch nicht kaufen zu müssen und andererseits als Zugtiere für ihre Fuhrwerke.

Die Tiere weideten auf Rainen und Hutweiden und trugen so auch zur Landschaftspflege bei.

Der damalige Mangel an Qualitätsbewusstsein und der vorherrschende Leistungssteigerungsgedanke führten um 1960 zum Vorschlag des Niederösterreichischen Tierzuchtdirektors auf Fleckvieh umzustellen, der nahezu einstimmig angenommen wurde. Die dafür zwingende Zufütterung und die entsprechend notwendige Infrastruktur wurden stark gefördert und daraufhin verdrängte das Fleckvieh das Waldviertler Blondvieh aus den Ställen und Weiden.

 

Wir, das Hofkollektiv Waldviertler Eden, betreiben im besonderen Einklang mit der Natur ökologische Landwirtschaft im Herzen des oberen Waldviertels. In einer nicht allzu typischen Gemüsebauregion Österreichs. Dabei achten wir, wie bereits erwähnt, auf eine ökologische (biologische) Wirtschaftungsweise sowie auf Biodiversität.

Den viel genannten Kreislauf der Natur versuchen wir bestmöglich bereits auf unserem Hof zu schließen. Daher schaffen wir Habitate für Unken, Eidechsen, andere Amphibien sowie Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten.

Wir geben seltenen Tierrassen einen artgerechten Lebensraum. In unserem Freilaufstall mit großzügigem Auslauf leben  9 Waldviertler Blondvieh Kühe mit ihren Kälbern - diese Rasse ist besonders an das Klima im Waldviertel angepasst und gilt als alte/traditionelle Rinderrasse im Waldviertel.

Die vielfältige Streuobstwiese wird von unserer Geflügelschar gepflegt. Neben Laufenten, die vor allem das Gemüse vor Schnecken freihält, dürfen Puten um die Wette gurgeln und die große Hühnerschar die Bäume von Ungeziefer freihalten. Marans, Grünleger, Königsberger, Sulmtaler, Russischer Phönix, Brahma, Grausperber und Italiener, um nur einige zu nennen, halten die Bäume frei von Schädlingen und beliefern uns zusätzlich mit köstlichen Eiern unterschiedlicher Eierfarbe.

Unsere junge Streuobstwiese besteht aus Apfel-, Birnen-, Zwetschken-, Kriecherl-, Kirschen-, Walnuss-, Pfirsich-, Ringlotten- und Maronibäumen - unterschiedlichster für die Region gutangepasster alten Sorten.

Kontaktiere uns:

Waldviertler Eden

biohof@gmx.at

Tel: +43 664 91 61 906

Guttenbrunn 13

3834 Heidenreichstein

Ihr wollt wissen, was auf unserem Hof so los ist?

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